Autor: Gartenhorizonte Redaktion

Wer schon einmal versucht hat, einen alten Buchsbaum, eine Thuja oder einen Haselnussstrauch mit dem Spaten zu entfernen, kennt den Schmerz. Das Wurzelwerk ist oft um ein Vielfaches größer als der sichtbare Teil der Pflanze. Das klassische Ausgraben ist Knochenarbeit, die nicht selten mit einem abgebrochenen Spatenstiel endet. Doch es gibt Alternativen. Wer bereit ist, entweder etwas Zeit zu investieren oder technisches Gerät einzusetzen, kann Sträucher entfernen, ohne einen einzigen Spatenstich zu tun. Das Wichtigste in Kürze: Methode 1: Die Gedulds-Lösung (Lichtentzug) Diese Methode ist die einfachste und billigste, erfordert aber Geduld. Sie basiert auf biologischen Fakten: Ohne Licht keine…

Read More

Die Fette Henne (Sedum telephium oder Sedum spectabile) ist der unangefochtene Star im Herbstgarten. Wenn andere Stauden bereits verblühen, läuft sie zur Hochform auf. Doch auch die robusteste Sukkulente wird mit den Jahren blühfaul oder verkahlt von innen heraus (fällt auseinander). Ein Standortwechsel ist daher oft mehr als nur Kosmetik – es ist die ideale Gelegenheit, die Pflanze zu teilen und zu verjüngen. Zwar verzeiht die Fette Henne fast jeden Fehler, doch wer den richtigen Zeitpunkt und die Bodenansprüche ignoriert, riskiert Fäulnis statt Blütenpracht. Das Wichtigste in Kürze: Der richtige Zeitpunkt: Frühling schlägt Herbst Grundsätzlich lässt sich die Fette Henne…

Read More

Der Olivenbaum (Olea europaea) bringt mediterranes Flair auf die heimische Terrasse. Doch wer glaubt, der genügsame Baum aus dem kargen Süden brauche keine Pflege, irrt. Für ein gesundes Wachstum und vielleicht sogar die eine oder andere Olive benötigt er Nährstoffe. Der Griff zum Kaffeesatz als kostenlosem Hausmittel liegt nahe – doch hier ist Vorsicht geboten. Während viele Pflanzen den „Espresso-Kick“ lieben, ist der Olivenbaum wählerisch. Er verträgt Kaffeesatz nur in Maßen, denn chemisch gesehen prallen hier zwei Welten aufeinander. Das Wichtigste in Kürze: Das chemische Missverständnis: Kalk vs. Säure Um zu verstehen, warum Kaffeesatz beim Olivenbaum anders wirkt als bei…

Read More

Der eigene Garten ist eine gepflegte Oase, der Rasen ist gemäht, die Rosen blühen. Doch der Blick zur Grundstücksgrenze trübt die Idylle: Vom Nachbargrundstück, das eher einem Dschungel gleicht, wuchern Brennnesseln, Brombeerranken oder Giersch rücksichtslos durch den Maschendrahtzaun. Der Impuls ist verständlich: Schere raus und alles gnadenlos abschneiden oder gleich Roundup sprühen. Doch Vorsicht! Auch beim Thema „Wildwuchs“ gelten in Deutschland strenge Gesetze. Wer hier eigenmächtig handelt, wandelt schnell auf dem Pfad der Sachbeschädigung. Das Wichtigste in Kürze: Die rechtliche Basis: Wann ist Unkraut eine Störung? Zunächst muss geklärt werden: Handelt es sich um eine „wesentliche Beeinträchtigung“? Das Bürgerliche Gesetzbuch…

Read More

Wer nachträglich Strom ins Gartenhaus legen oder eine Wallbox in der Garage installieren möchte, scheut oft den Spaten. Ein offener Graben bedeutet: zerstörter Rasen, aufgehobene Pflastersteine und tagelange Knochenarbeit. Die gute Nachricht: Es gibt Technologien für die grabenlose Verlegung (No-Dig-Verfahren). Die schlechte Nachricht: Ganz ohne Loch geht es nie, und für den Heimwerker sind die physikalischen Grenzen eng gesteckt. Das Wichtigste in Kürze: Wie funktioniert die „Zauberei“ unter der Erde? Wenn Profis von grabenloser Verlegung sprechen, meinen sie meist das Bodenverdrängungsverfahren. Dabei wird ein pneumatisch betriebener Hammer (die „Erdrakete“) durch den Boden getrieben. Das Gerät sieht aus wie ein Torpedo,…

Read More

Fuchsien gehören zu den beliebtesten Dauerblühern auf Balkon und Terrasse. Um die unzähligen „Glöckchen“ zu produzieren, benötigen die Pflanzen jedoch enorm viel Energie. Sie zählen zu den sogenannten Starkzehrern. Bevor Sie jedoch teuren Spezialdünger im Gartencenter kaufen, lohnt ein Blick in die Küche. Kaffeesatz, oft achtlos weggeworfen, ist für Fuchsien tatsächlich das „schwarze Gold“ – vorausgesetzt, man bereitet ihn richtig vor. Das Wichtigste in Kürze: Warum Kaffeesatz und Fuchsie ein perfektes Match sind Pflanzen haben unterschiedliche Ansprüche an den Boden. Die Fuchsie mag es – ähnlich wie Rhododendren oder Hortensien – leicht sauer. Ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ist…

Read More

Wenn im Spätsommer das tiefe Brummen einer Hornisse ertönt, reagieren viele Gartenbesitzer panisch. Der Griff zu Hausmitteln liegt nah, und Essig gilt als Allzweckwaffe gegen Insekten. Doch bei der Vespa crabro – der heimischen Hornisse – ist Vorsicht geboten. Der Einsatz von Essig ist zwar biologisch plausibel, bewegt sich aber schnell in einer rechtlichen Grauzone. Wer falsch vorgeht, riskiert nicht nur schmerzhafte Stiche, sondern auch Bußgelder, die die Kosten eines professionellen Kammerjägers weit übersteigen. Das Wichtigste in Kürze: Die rechtliche Hürde: Schutz vor Vertreibung Bevor Sie die Essigflasche öffnen, müssen Sie den Status Ihres Besuchers kennen. Anders als die „Gemeine…

Read More

Eine Trockenmauer ist weit mehr als nur eine Begrenzung. Sie ist ein lebendiges Biotop für Eidechsen, Hummeln und Polsterpflanzen und verleiht jedem Garten einen zeitlosen, rustikalen Charme. Der große Vorteil: Für kleinere Mauern benötigen Sie weder Zement noch ein massives Betonfundament. Das spart Kosten, Zeit und versiegelt den Boden nicht. Doch „ohne Fundament“ bedeutet nicht „einfach auf den Rasen setzen“. Wer physikalische Grundregeln ignoriert, wird erleben, wie die Mauer beim ersten Frost einstürzt. Das Wichtigste in Kürze: 1. Das Missverständnis: „Ohne Fundament“ Wenn Profis von einer Trockenmauer „ohne Fundament“ sprechen, meinen sie den Verzicht auf ein frostfreies Betonfundament (üblicherweise 80…

Read More

Kaum ein Tier spaltet die Gemüter von Gartenbesitzern so sehr wie die Taube. Für die einen ist sie das biblische Symbol des Friedens und ein interessantes Beobachtungsobjekt, für die anderen die „Ratte der Lüfte“, die Terrassen verschmutzt und Krankheiten überträgt. Doch pauschaler Hass ist oft ebenso unbegründet wie falsch verstandene Tierliebe. Um zu entscheiden, ob die Vögel in Ihrem Garten ein Problem darstellen, muss man zunächst wissen, wer da eigentlich gurrt. Das Wichtigste in Kürze: Der feine Unterschied: Wildtaube vs. Stadttaube Bevor man das Urteil „Schädling“ fällt, lohnt ein Blick auf das Gefieder. Im Garten begegnen uns meist drei Arten,…

Read More

Ein aufgewühlter Rasen oder tiefe Löcher im Beet sorgen bei Gartenbesitzern schnell für Frust. Der erste Verdacht fällt oft auf Wühlmäuse oder Maulwürfe. Doch wenn die Spuren nicht ins klassische Raster passen, ist oft ein anderer Kulturfolger am Werk: der Steinmarder. Während er als „Automarder“ gefürchtet ist, bleibt sein Treiben im Garten oft lange unerkannt. Dabei hinterlässt er sehr spezifische Signaturen. Wer diese erkennt, kann den Räuber effektiv und vor allem tierfreundlich zum Umzug bewegen, ohne ihm zu schaden. Das Wichtigste in Kürze: Täterprofil: Ist es wirklich ein Marder? Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, müssen Sie sicher sein, wen Sie vor…

Read More